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Pressemeldung

24. März 2010

Linksjugend [´solid]

Jugendverband Linksjugend ['solid]: Bundeswehr und CDU können den Schülern keine Perspektive geben

Die Veranstaltung "Perspektiven für Dich" der SchülerUnion Darmstadt, der Bundeswehr und der Agentur für Arbeit am 24.03.2010 in der Aula des Ludwig-Georgs-Gymnasium (LGG), wurde von 20 Aktivisten der Partei DIE LINKEN, der Linksjugend ['solid] Darmstadt und dem Komitee für freie Bildung besucht.

Schon vor dem Eintritt in das Gebäude wurde den Aktivisten verboten ein Transparent mitzunehmen. Neben dem Podium standen links und rechts zwei große Plakate der Schüler Union Darmstadt. Oliver Grieger, Vorstand von ['solid] Darmstadt: "Die Aula ist für einen CDU Parteitag hergerichtet worden. Ich frage mich ob es hier mehr um die Politik der Schüler Union geht als um die Perspektiven der Schüler. Reiner Bamberger, Studierendeverband SDS kritisierte: "Meinungsfreiheit endet nicht an Schulen, die Schulleitung hätte uns nicht verbieten müssen unser Banner mit zur Veranstaltung zu nehmen."

Für die Veranstaltung waren Referenten aus der Politik angekündigt worden. Doch saßen auf dem Podium nur Ctirad Kotoucek (CDU), der mit absolut realitätsfernen Aussagen auf die Schüler wirken wollte. Auf die Frage der Finanzierung des Studiums antwortete Ctirad Kotoucek: "Ich empfehle den Studenten Bafög und / oder einen Nebenjob." Auf den Hinweis von Reiner Bamberger: "Die Universität ist durch die Bolognareform verschult worden, für einen Nebenjob bleibt heute keine Zeit mehr" erfolgte keine Reaktion.

Auf der Veranstaltung lobt sich die Bundeswehr als Retter der sogenannten Perspektivlosen. Im Jahr 2009 seien 9.000 Arbeitsplätze besetzt worden. Auf die Anfrage, dass ein Bundeswehrangehöriger mindestens ein Jahr in einem Krisengebiet verbringen müssten und sich gewiss sein sollte, dass man auch die Waffe gebrauchen müsse, antwortete der Offizier, dass man sich bewusst sein müsse, dass man wie in der Wirtschaft auch Befehle befolgen müsse. Oliver Grieger: "Die Bundeswehr macht keinen Hehl aus dem Geschäft mit dem Krieg. Noch schlimmer, sie bringt diese Haltung auch an die Schule und versucht unbedarft Schüler für ihr Kriegshandwerk zu begeistern."