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Pressemeldung

31. August 2011 Bündnis Darmstädter Organisationen

Kein Werben fürs Sterben in der Arbeitsagentur

Protestaktion vor der Arbeitsagentur

Am 1. September 2011 ist der internationaler Antikriegstag. Damit wird an den Beginn des Zweiten Weltkriegs mit dem Überfall Nazideutschlands auf Polen am 1.September 1939 erinnert. Dieser Tag soll eine Mahnung an die Toten zweier Weltkriege sein und den politischen Willen "Nie wieder Krieg!" zum Ausdruck bringen. Ausgerechnet an diesem Tag führt die Bundeswehr im Bildungszentrum der Agentur für Arbeit Darmstadt eine Informationsveranstaltung zur Unteroffizierslaufbahn und freiwilligem Wehrdienst durch die Bundeswehr durch.

Wir protestieren gegen diese Rekrutierung von jungen Menschen, denn der Soldatenberuf ist nicht mit zivilen Berufen vergleichbar!

Die Bundeswehr hat sich zu einer "Armee im Einsatz", zu einer Interventionsarmee entwickelt, die, wie es die aktuellen verteidigungspolitischen Richtlinien der Bundesregierung formulieren: "...einen freien und ungehinderten Welthandel sowie den freien Zugang zur Hohen See und zu natürlichen Ressourcen ermöglichen soll." Was Krieg wirklich heißt und wie sich moderne Kriege auf die Zivilbevölkerung, aber auch auf Soldaten auswirken, das zeigen Informationsveranstaltungen der Bundeswehr nicht. Ganz im Gegenteil.

Der Krieg in Afghanistan wird für viele zukünftige Rekruten der Einsatzort sein, denn als Zeitsoldat verpflichtet man sich zu einem Jahr Kriegseinsatz. Wir fühlen uns hingegen der Losung verpflichtet, dass von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgehen darf!

Mit dem Wegfall der Wehrpflicht konkurriert die Bundeswehr nunmehr verstärkt mit der Wirtschaft um Nachwuchs. Die Zukunftsangst vieler junger Menschen, keinen Ausbildungsplatz oder keine Arbeit zu finden und die damit einhergehende Furcht in prekären Beschäftigungsverhältnissen oder gar in Hartz IV zu landen, ist der Nährboden, auf dem die Bundeswehr ihr obszönes Rekrutierungsgeschäft betreibt.

Deshalb lautet unser Motto: KEIN WERBEN FÜRS STERBEN!

Unser Protest wird am 1. September um 14.00 Uhr vor dem Bildungszentrum der Agentur für Arbeit Darmstadt beginnen.

Nie wieder Krieg!

 

Unterstützer: DGB-Jugend - DGB-Stadtverband - DFK-VK Darmstadt - DIE LINKE. Darmstadt - GALIDA (gewerkschaftliche Arbeitsloseninitiative) - Komitee für freie Bildung – linksjugend.[´solid] Darmstadt - ver.di-Erwerblosenausschuss Südhessen - ver.di-Jugend Südhessen