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Pressemeldung

28. Februar 2009 Kreisvorstand DIE LINKE. Darmstadt

Die Bernhard-Adelung-Schule ist die nur das offensichtlichste Beispiel für die Darmstädter Bildungslüge

Der Antrag des Elternbeirats, die Bernhard-Adelung-Schule (BAS) wegen baulicher und hygienischer Mängel zu schließen, stellt nur das offensichtlichste Beispiel für die Darmstädter Bildungslüge bloß. Insgesamt hat sich ein Investitionsstau allein an den Darmstädter Schulen in Höhe von 200 Millionen Euro angesammelt. Jetzt soll ein Teil durch Landesgelder ausgeglichen werden - allerdings auf völlig unausgewogene Art und Weise.

Die in der letzten Stadtverordnetenversammlung beschlossene Magistratsvorlage zum Sonderinvestitionsprogramm Bildung sieht vor, dass 58,2% der Mittel an Gymnasien fließen. Berufsschulen erhalten 13,1%, Haupt- und Realschulen 0,6% und Gesamt- und Förderschulen gehen leer aus. Dem Kreisverband der GEW ist es zu verdanken, dass der Blick auf die gesellschaftliche Dimension dieses Beschlusses gelenkt wurde: die in der Vergangenheit schon bevorzugten Gymnasien werden auf Kosten der anderen Schulformen großzügig bedient. Lisa Hofmann vom Kreisvorstand der Darmstädter LINKEN erklärt: "Allen anderslautenden Landtagswahlkampf-Parolen zum Trotz verstärkt die Darmstädter Politik die Auslese durch das dreigliedrige Schulsystem, indem sie den Haupt-, Real- und Berufsschülern weiterhin eine funktionierende Infrastruktur verweigert. In der BAS gehen viele noch nicht einmal mehr auf die Toilette!"

Zwar steht u.a. die Bernhard-Adelung-Schule auf der sogenannten „Nachrückerliste“ der Stadt, die mit Fördergeldern aus dem noch ausstehenden Konjunkturpaket II ausgestattet werden soll. Aber diese Gelder stehen nicht nur den Schulen zur Verfügung. Sie sollen auch die Hochschulen und Kindertagesstätten fördern. Ein Schelm wer glaubt, das für die „Nachrücker“ größere Summen übrig bleiben werden. Der Sprecher der Jugendorganisation ['solid], Tobias Paul, stellt dazu fest: "Während das Fell des Bären bereits verteilt wurde, traut sich Oberlehrer Molter von der FDP nicht, den betroffenen Schulen zu sagen, dass sie nachsitzen müssen."